Pressemitteilung: Dr. Denis Mukwege Ein Nobelpreis, der an unser Gewissen appelliert

InstitutSSendashonga

Die Ehrung mit Friedensnobelpreis am 5. Oktober 2018 für den kongolesischen Frauenarzt, Dr. Denis Mukwege sowie die junge Irakerin Nadia Murad wurde zu einem äußerst wichtigen Moment für die gesamte Menschheit und für alle, die Gewalt gegen Frauen, vor allem Vergewaltigung als Kriegswaffe, bekämpfen.

Die Stiftung Seth Sendashonga für Bildung zur demokratischen Bürgerschaft (ISCID ASBL) möchte den beiden Ausgezeichneten herzlich gratulieren und diese Gelegenheit nutzen um daran zu erinnern, dass Vergewaltigung und weibliche Genitalverstümmlung im Osten der Demokratische Republik Kongo die Folge eines Konflikts sind, wobei der Hauptgrund die Ausbeutung der Bodenschätze dieser Region ist.

Diese hohe Auszeichnung für den Mann mit dem Spitznamen « Frauenreparateur »sollte der ganze Welt die Tatsache zur Erinnerung bringen, dass die Menschen in SÜD und Nord-Kivu den Kriegsherren, in völliger Straffreiheit oder sogar mit der Komplizenschaft der internationalen Gemeinschaft, gediehen wurden. In der Tat, wie kann man sich nicht fragen, wie könnte es sein, dass im genaueren Moment, wo das Werk des Dr. Mukwege in Panzi Klinikum, nicht weit entfernt von der ruandischen Grenze,  weltweit für Schlagzeilen sorgen, und dabei die Anführer von Ruanda, dem für seine im Demokratischen Republik Kongo wiederholten Überfälle bekannten Land,  voll stolz in der Regierungszeitung Imvaho nshya vom 16. Oktober 2018 verkünden, sie hätten die Export von 60% der Weltproduktion an Coltan erreicht? Ruanda, ein kleines Land von 26.338 km2, hatte keine bedeutende Mineralienproduktion vor der Invasion des Kongo im Jahr 1996. Dieser Krieg hat zwar die Diktatur Mobutus gestürzt, aber es hat auch einen sehr hohen Tribut an Menschenleben ergeben, nämlich das Blutbad, wodurch mehr als 250.000 Hutu-Flüchtlinge und 5 Millionen Kongolesen, die hauptsächlich von der ruandischen Armee unter der Führung von Paul Kagame massakriert wurden (siehe  Mapping Bericht der Vereinten Nationen vom 1. Oktober 2010).
Es ist darauf hinzuweisen, dass die Plünderungen in der Demokratischen Republik Kongo ab dem Ausbruch dieses Krieges, obwohl sie gut dokumentiert und von allen bekannt sind, haben dazu beigetragen, dass der ruandische Diktator Paul Kagame zu einem Anführer, der auf der internationalen Ebene das große Lob genießt, als derjenige, der die Hauptstadt Kigali eine modernere Erscheinung verliehen hätte!

Der Nobelpreis für Dr. Mukwege und Nadia Murad (ehemaliges Opfer der sexuellen Sklaverei im Herkunftsland) sollte die Gewissen über die eigentlichen Ursachen von einigen Konflikte, die die Welt verwüsten, wachrufen. Wie könnte man die Vergewaltigungsplage und andere weibliche Genitalverstümmlung von Frauen im Osten der Demokratischen Republik Kongo endgültig aufhalten, wenn die Rohstoffe aus dieser Region den Kriegsherren, die ungestraft operieren, eher Stärke und Ruhm verleihen ? Wie könnte man es begreifen, dass ein UN-Bericht (der bereits erwähnte Mapping-Bericht), wobei hinreichend recherchierte schwere Straftaten, einschließlich sexueller Gewalt, nicht einmal Empörung oder Verurteilung ausgelöst hat? Wie könnte man diese Plage stoppen, wenn die Region der afrikanischen großen Seen, scheint zu endlosen Konflikten verurteilt zu sein, wo das geltende Gesetz das Dschungel ist und wo Demokratie, Menschenrechte zu sinnlosen Konzepten geworden sind?

Die Stiftung Seth Sendashonga wünscht den neuesten Friedensnobelpreisträgern viel Erfolg und ruft die internationale Gemeinschaft auf, alle Anstrengungen zu unternehmen, um die am Ursprung der Gewalt gegen Frauen und andere Bevölkerungsgruppen bestehenden Konflikte zu beenden.

Geschehen in Brüssel am 03.11.2018
Jean Claude Kabagema
Präsident der gemeinnützigen Organisation ISCID.

Dr. Mukwege fichier pdf PressemitteilungInst.Sendashonga


 

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